Bauen mit Holz Vorarlberg – moderner Holzbau Gebrüder Keckeis

Keckeis Inside // Das prägt das Bauen mit Holz 2026

5 Trends im modernen Holzbau

Holz erlebt im Bauwesen eine Renaissance: Vom mehrgeschossigen Wohnbau über urbane Aufstockungen bis zum großvolumigen Bürohochhaus prägt der Werkstoff die Architektur von morgen. Entdecken Sie die fünf wichtigsten Entwicklungen, die den Holzbau 2026 prägen, und warum Vorarlberg dabei eine internationale Vorreiterrolle einnimmt.

+ Mehrgeschossiger Holzbau & Holzhochhäuser Was lange als Domäne von Stahl und Beton galt, gehört heute zum Repertoire des Holzbaus. Projekte wie das HoHo Wien mit 24 Geschossen oder der LifeCycle Tower in Dornbirn zeigen eindrucksvoll, dass auch achtgeschossige und höhere Bauwerke vollständig in Holz oder als Holz-Hybrid realisierbar sind. Möglich machen dies Brettsperrholz (CLT), präzise berechnete Tragwerke und moderne Brandschutzkonzepte – CLT erreicht laut OIB-Richtlinie problemlos einen Brandwiderstand von REI 90 bis 120. Damit erschließt sich der Holzbau ganz neue Marktsegmente: urbane Verdichtung, Bürobauten und mehrgeschossige Wohnanlagen, in denen Holz tragend und architektonisch sichtbar zum Einsatz kommt.

+ Hybridbauweise: Stärken intelligent kombinieren Holz und Beton ergänzen sich ideal, wenn man weiß, wo welcher Werkstoff seine Stärken ausspielt. Bei der Hybridbauweise übernimmt Stahlbeton meist Untergeschoss, Stiegenhaus und aussteifende Kerne, während tragende Wände, Geschoßdecken und Fassaden in Holz ausgeführt werden. Das Ergebnis: kürzere Bauzeiten, geringeres Gewicht, ein deutlich besserer ökologischer Fußabdruck und gleichzeitig der bewährte Brand- und Schallschutz massiver Bauteile. Aktuelle Großprojekte – vom Wiener WohnBAUM-Programm bis zu Wohnanlagen in Tschagguns – zeigen, dass die Hybridbauweise im geförderten Wohnbau und im Bürosektor zur neuen Norm wird. Sie verbindet das Beste aus zwei Bauwelten zu einer wirtschaftlich wie ökologisch überzeugenden Lösung.

+ Vorfertigung, Modulbau & digitale Planung Ein zentraler Vorteil moderner Holzkonstruktionen liegt in der industriellen Vorfertigung. Wand-, Decken- und Dachelemente werden im Werk millimetergenau produziert und auf der Baustelle in kürzester Zeit montiert. In Kombination mit Building Information Modeling (BIM) und CNC-Fertigung lassen sich komplexe Tragwerke parametrisch planen und automatisiert herstellen. Das verkürzt Bauzeiten erheblich, senkt Witterungsrisiken und verbessert die Qualitätssicherung. Besonders im verdichteten urbanen Raum, wo Lagerflächen fehlen und Lärm- sowie Staubemissionen minimiert werden müssen, spielt die Vorfertigung ihre volle Stärke aus. Für Bauherren bedeutet das mehr Termin- und Kostensicherheit – beides Faktoren, die in der aktuellen Marktlage entscheidend sind.

+ Regionale Wertschöpfung & CO₂-Speicherung Holz ist der einzige tragfähige Baustoff, der während seines Wachstums aktiv CO₂ bindet. Allein in Vorarlberg wachsen jährlich rund 610.000 Vorratsmeter Tannen-, Fichten- und Laubholz nach – ein nachwachsender Rohstoff direkt vor der Haustür. Kurze Transportwege, eingespielte regionale Lieferketten und enge Partnerschaften zwischen Forstwirtschaft, Sägewerken, Zimmereien und Architekten sichern dabei Qualität und Wertschöpfung in der Region. Mit dem erstmals 2026 vergebenen Österreichischen Staatspreis Holzbau gewinnt diese regionale Holzbaukultur zusätzlich an nationaler Sichtbarkeit – ein klares Bekenntnis zu Klimaschutz, Arbeitsplätzen und nachhaltiger Architektur. Bauen mit heimischem Holz wird damit zum doppelten Gewinn: ökologisch und ökonomisch.

+ Holzbau in Sanierung & Aufstockung Mit der neuen EU-Gebäuderichtlinie EPBD, die bis Ende Mai 2026 in nationales Recht umgesetzt wird, rückt die Sanierung des Gebäudebestands stark in den Fokus. Genau hier spielt der Holzbau eine entscheidende Rolle. Aufgrund seines geringen Eigengewichts eignet sich Holz hervorragend für Aufstockungen bestehender Gebäude, ohne aufwendige Eingriffe in Fundament und Tragwerk. Vorgefertigte Holzelemente verkürzen die Bauzeit auf der Baustelle und reduzieren Belastungen für Bewohner und Anrainer. Auch bei der energetischen Sanierung – Stichwort Nullemissionsgebäude ab 2030 – kommen vorgehängte Holzfassaden und ökologische Dämmsysteme verstärkt zum Einsatz. So wird Holz zum Schlüssel, um vorhandene Bausubstanz aufzuwerten, statt sie abzureißen.

Fazit  Die fünf Trends greifen ineinander – wer Holzbau heute denkt, denkt mehrgeschossig, hybrid, vorgefertigt, regional und nachhaltig. Schritt-für-Schritt-Ansatz, Mut zur Innovation und enge Partnerschaften zwischen Planung und Ausführung sichern den langfristigen Erfolg.

Autor Julia Schneider